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Mini-Frescen in Acryl

Kinder und Wilderers bei der Arbeit
Kinder und Wilderers bei der Arbeit

Mini-Frescen in Acryl

Kreative Ferienpass-Aktion mit den Wilderers in der St.-Michaelis-Kirche

Hildesheim. An diesem Tag haben die Kinder eine Menge geschafft: Ein kleines Mosaik, mit Gewürzfarben bearbeitete Papierbilder, ein bemaltes Holzbrett und sogar ein Mini-Fresco darf jedes von ihnen mit nach Hause nehmen. Die schönsten Bilder allerdings, vier große Gemeinschaftsproduktionen, bleiben vorerst in der Michaeliskirche. Sie sind einfach zu gut geworden und sollen bei einer kleinen Ausstellung gezeigt werden.

Seit drei Jahren organisiert Diakonin Susanne Pätzold für die evangelischen Innenstadt-Gemeinden jeden Sommer eine einwöchige Ferienwerkstatt für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Da wird mit Stein gearbeitet, mit Holz und Klang und eben auch mit Farben. Für diesen Part wünschte sich Susanne Pätzold diesmal kompetente Unterstützung und kontaktierte die Künstlergruppe Wilderers in den proWerkstätten Himmelsthür. Die bieten selber auch eine Ferienpass-Aktion an. Spontan sei die Idee entstanden, beides miteinander zu verbinden, erzählt Almut Heimann, Kunstpädagogin in der Diakonie Himmelsthür.

So trifft sich die stattliche Menge von 35 Kindern morgens auf dem Michaelishügel. Der Tag beginnt mit einem Rundgang durch die Kirche, gesucht wird nach besonders farbigen Elementen. Neben der berühmten Holzdecke entdecken die Mädchen und Jungen gemeinsam mit den Wilderers ein Mosaik und Frescen in der Krypta, außerdem die modernen Glasfenster des Künstlers Gerhard Hausmann in der Ost-Apsis.

All das wird zur Vorlage für eigene kreative Impulse. Die Wilderers haben aus ihrem Fundus einen großen Karton mit bunten Kunststoff- Steinchen mitgebracht, die nun zu runden Mini-Mosaiken angeordnet werden. Einige sind freie Farbspielereien, andere greifen konkrete Formen wie das Kreuz auf.

Als nächstes erproben die Kinder, wie es sich anfühlt, ein Holzbrett zu bemalen. Dabei geht es nicht darum, die Motive des Jessebaums in der Kirche nachzuahmen. Die Frage lautet vielmehr: Welche Geschichten würden wir heute auf eine solche Decke malen? Viele Engel finden ihren Wegen auf die Bretter, dazu Landschaften, noch mehr Kreuze und auch der Osterhase.

Ähnliche Motive zieren die Mini-Fescos: Susanne Pätzold hat Bilderrahmen besorgt und mit Putz bestrichen. Denn Fresco bedeutet frisch: Die Farben wurden einst auf den noch nassen Putz in der Krypta aufgetragen, und ähnlich arbeiten die Kinder auch jetzt. Mit dem Unterschied freilich, dass es im Mittelalter noch keine Acrylfarben gab.

Zum krönenden Abschluss malen die Kinder in Teams, jeweils unterstützt von einem oder zwei Mitgliedern der Wilderers, vier quadratische Acrylgemälde. Wie die Nachtaufnahme einer Trutzburg mit erleuchteten bunten Fenstern wirkt ein Motiv. Ein anderes ist knallbunt, weil die Kirche hier die Form eines Regenbogens angenommen hat. Farbenprächtig kommt auch eine Sammlung unterschiedlichster Michaelis-Außenperspektiven daher, während sich eine Gruppe eng an Hausmanns Fenster „Christus, der Morgenstern“ orientiert. Helle, fast weiße Farbtöne dominieren, in der Mitte prangt ein weißes Kreuz in einem roten Rahmen. Während die Wildererin Nicole Lorenz einem Bild den allerletzten Schliff gibt, freut sich Susanne Pätzold: „So tolle Ergebnisse hatten wir noch nie.“

Text und Foto: Kultur & Kommunikation 

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