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Gut besuchtes Freundesmahl in Wildeshausen

Beim Wildeshauser Freundesmahl sprach Niko Paech (2. von rechts), umrahmt von Freundeverein-Vorsitzender Annette Ueberschär (rechts), der kaufmännischen Direktorin der Diakonie Himmelsthür, Ines Trzaska, sowie Regionalgeschäftsführer Jörg Arendt-Uhde. 
Foto: Barbara Wündisch-Konz
Beim Wildeshauser Freundesmahl sprach Niko Paech (2. von rechts), umrahmt von Freundeverein-Vorsitzender Annette Ueberschär (rechts), der kaufmännischen Direktorin der Diakonie Himmelsthür, Ines Trzaska, sowie Regionalgeschäftsführer Jörg Arendt-Uhde. Foto: Barbara Wündisch-Konz

Gut besuchtes Freundesmahl in Wildeshausen

Gastredner Ökonom Prof. Dr. Niko Paech aus Oldenburg sprach vor 120 Gästen

Einen provokanten Redner hatte sich in diesem Jahr der Freundeverein der Diakonie Himmelsthür zu seinem traditionellen Freundesmahl am Freitag, 10. November 2017, eingeladen. Der Volkswirtschaftler Professor Dr. Niko Paech aus Oldenburg referierte bei der Benefizveranstaltung im voll besetzen Festsaal im Haus Emsland vor rund 120 Gästen aus Politik, Kirche und Gesellschaft darüber, warum es zukünftig Wirtschaft ohne Wachstum geben müsse. „Darf‘s auch etwas weniger sein?“, lautete der Vortragstitel, den Freundeverein-Vorsitzende Annette Ueberschär ihm aufgegeben hatte. Paech genießt seit Jahren viel mediale Aufmerksamkeit und ist bekannt dafür, dass er seinen Anspruch auch mit seiner Wirklichkeit verbindet. Er benutzt öffentliche Verkehrsmittel, fliegt nicht, isst vegetarisch, trägt Second-Hand-Kleidung und engagiert sich in so genannten „Repair-Cafés“ oder genossenschaftlichen Initiativen wie Polygenos in Oldenburg.

Das Büffet, das wie immer liebevoll und sehr aufwendig von der Catering Gesellschaft Himmelsthür zubereitet worden war, stand unter dem Motto „Regional und gut“. Den hervorragenden Service an den Tischen übernahm - ebenfalls traditionell - die Hauswirtschaftsleitung der Diakonie Himmelsthür mit ihren Mitarbeiterinnen. Für musikalischen Genuss sorgte der Popchor des Gymnasiums Wildeshausen unter Leitung von Tina Niemann mit zwei Stücken.

Paech formulierte als Thesen: Die Wirtschaft dürfe nicht länger wachsen, weil es ökologische Grenzen gebe. Die Menschen der Moderne seien völlig reizüberflutet. Niemand könne mit den Möglichkeiten seines Gehirns wirklich zwei Dinge gleichzeitig tun. Alles passiere immer nacheinander, seriell. Und ein steiler Satz, deren es viele aus dem Mundes des Wissenschaftlers gab: „Wir Menschen sind mittlerweile so verkümmert, dass wir ein weiteres Wirtschaftswachstum nicht überstehen würden.“ Die Energiewende der Bundesregierung sei „krachend gescheitert“, der Ausstoß von Kohlendioxid sei nicht bedeutend gesenkt worden. Abschließend plädierte Paech für mehr eine 20-Stunden-Arbeitswoche, für das Selbst-Tun, Reparieren und Handwerken, für das Teilen von Ressourcen und für mehr Ruhe und Gelassenheit.

Der Erlös des Freundesmahls kommt wie immer den Menschen, die von der Diakonie Himmelsthür betreut werden, zugute. In diesem Jahr ist die Anschaffung einer großen Nestschaukel geplant. Da man in ihr entspannt zur Ruhe kommen kann, passt auch sie zum Thema des diesjährigen Freundesmahls.

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