Mitarbeiterin unterstützt ein Mädchen beim Lernen. Sie sitzen mit Schulmaterial am Tisch.

Kinder- und Jugendhilfe in HildesheimWohngruppe. Verselbstständigung. Mobile Betreuung.

Die Kinder- und Jugendhilfe der Diakonie Himmelsthür in Hildesheim unterstützt Jugendliche auf dem Weg zu mehr Stabilität und Selbstständigkeit. Unsere Angebote gehören zu den Hilfen zur Erziehung nach SGB VIII – zusätzlich zu unseren Leistungen der Eingliederungshilfe.

Ob Wohngruppe, Verselbstständigungsgruppe oder mobile Betreuung: Die Form der Unterstützung richtet sich nach dem Entwicklungsstand und dem, was im Alltag gerade gebraucht wird. 
Unsere Kinder- und Jugendhilfe in Hildesheim umfasst vier Betreuungsformen. Wählen Sie den Bereich, der zur Situation passt.

In der Wohngruppe am Hohnsen leben Kinder und Jugendliche ab 14 Jahren. Jede:r hat ein eigenes Zimmer. Die Gruppe bietet ein stabiles Umfeld, in dem junge Menschen ankommen, wachsen und sich entwickeln können.

Der Alltag ist klar strukturiert. Feste Bezugspersonen und verbindliche Regeln geben Sicherheit und Orientierung. Gleichzeitig gibt es Raum, um Verantwortung zu übernehmen, soziale Fähigkeiten zu stärken und neue Perspektiven zu entwickeln.

Die Verselbstständigungsgruppe begleitet Jugendliche, die viele Alltagsaufgaben schon selbst bewältigen, aber in einzelnen Situationen noch Unterstützung brauchen.

Die Jugendlichen leben in einer separaten Wohnung. Die Wohngruppe bleibt im Hintergrund als verlässlicher Anker. Pädagogische Fachkräfte beraten und unterstützen bei Bedarf. Ziel ist, Selbstvertrauen und Alltagskompetenzen zu stärken – als Schritt in ein zunehmend eigenständiges Leben.

Die Mobile Betreuung richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren, die insgesamt weniger Unterstützung brauchen und ihr Leben schon weitgehend selbst organisieren.

Es gibt einen zentralen Treffpunkt als Anlaufstelle für Beratung, Austausch und Hilfe im Alltag. Die Jugendlichen leben jeweils zu zweit in gut angebundenen Stadtwohnungen.

Unsere Fachkräfte begleiten bei Themen, die gerade anstehen – zum Beispiel Schule, Gesundheit, Behörden oder das Zusammenleben in der Hausgemeinschaft. Die Unterstützung wird passend zur Person gestaltet: individuell, verlässlich und flexibel. So fördern wir Selbstorganisation, Eigenverantwortung und den Übergang ins Erwachsenenleben.

Der Erziehungsbeistand richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, die bereits in einer eigenen Wohnung leben und nur noch gelegentlich Unterstützung benötigen.

Die jungen Menschen entscheiden, wobei Unterstützung sinnvoll ist – zum Beispiel bei Behörden, Schule oder Ausbildung. Gerade in der ersten eigenen Wohnung tauchen oft neue Fragen auf. Dann ist eine verlässliche Ansprechperson wichtig. Das gibt Sicherheit und unterstützt den Weg in ein selbstständiges Leben – flexibel, verlässlich und auf Augenhöhe.

Ihr Kontakt

Eine stilisierte Darstellung eines Mannes mit dunklen Haaren und einem schlichten, blauen Oberteil. Der Hintergrund ist grau. Das Gesicht ist leer, ohne Augen, Nase oder Mund, was eine neutrale, anonyme Wirkung vermittelt.
Alexander Hafner Wohnbereichsleitung
Kinder- und Jugendhilfe
  • Galgenbergblick 3
    31135 Hildesheim

Orientierung: Welches Angebot passt?

Unsere Kinder- und Jugendhilfe in Hildesheim umfasst vier Betreuungsformen – von der Wohngruppe bis zur mobilen Unterstützung. Ziel ist, Stabilität aufzubauen und Schritt für Schritt mehr Selbstständigkeit zu erreichen.

Anfragen gehen an die Wohnbereichsleitung oder die Vertretung. Im Team wird geprüft, ob das Angebot zur Situation passt. Danach folgen ein Kennenlerntermin und ein Hospitationstag. Anschließend entscheiden die Jugendlichen gemeinsam mit dem Team, ob ein Einzug sinnvoll ist.

Im Alltag geht es unter anderem um eine verlässliche Versorgung, Gesundheit und Hygiene, Schule und Zukunftsplanung sowie soziale Kompetenzen. Dazu gehören auch Konflikte gewaltfrei lösen, mit Frust umgehen und eine sinnvolle Freizeit gestalten.

Familienarbeit findet in Abstimmung mit dem Jugendamt statt – je nach Zielsetzung und Bedarf.

In den Teams arbeiten pädagogische Fachkräfte, zum Beispiel Erzieher:innen, Sozialarbeiter:innen, Heilerziehungspfleger:innen und Sozialpädagog:innen.

Grundlage sind die Jugendämter als Kostenträger. Dazu kommen – je nach Bedarf – weitere Partner, zum Beispiel Beratungsstellen, Schule und Nachhilfe, Therapie und Medizin, Jobcenter, Suchthilfe, Agentur für Arbeit sowie Netzwerke für traumatisierte Jugendliche.