Taschenrechner, Kugelschreiber und Zahlentabellen

Jahresbericht 2025 der Diakonie Himmelsthür

Liebe Leser:innen, 

schön, dass Sie sich für den Jahresbericht der Diakonie Himmelsthür interessieren, der - wie bereits in den letzten beiden Jahren - nicht mehr in gedruckter Form, sondern digital erscheint. Damit nehmen wir eines unserer zentralen Unternehmensziele ernst: Wir haben uns ja der Bewahrung der Schöpfung verpflichtet und bemühen uns, in allen Bereichen nachhaltiger und ressourcenschonend zu arbeiten. 

Wir möchten Ihnen mit diesem Jahresbericht einen kurzen Überblick über einige wichtige Entwicklungen der letzten Monate geben. Über etliche diese Entwicklungen freuen wir uns, weil die Diakonie Himmelsthür auch 2025 vorangekommen ist. Gleichzeitig fordern uns die Rahmenbedingungen der Eingliederungshilfe spürbar heraus. Uns besorgt die politische Debatte, in der viele wichtige Regelungen des Sozialstaats aus finanziellen Gründen in Frage gestellt werden. Auf beides – Hoffnungsvolles und Schwieriges – möchten wir kurz eingehen. 

Neue Angebote & Projekte 

Zunächst freuen wir uns, dass die Diakonie Himmelsthür weiterhin in der Lage ist, neue Angebote für Menschen mit Beeinträchtigung zu entwickeln. Wir können alte, abgängige Gebäude ersetzen und so die Lebensbedingungen für unsere Kund:innen und die Arbeitsumgebung für unsere Kolleg:innen verbessern. 

In Bad Pyrmont konnten wir die Tagesförderung „Weitblick“ durch einen Neubau und umfassende Sanierungen des Bestandsgebäudes erweitern und modernisieren. Auch in Harpstedt haben wir eine neue Tagesförderung eröffnet. Und in Bockenem schreiten die Neubauten für Wohnen und Tagesförderung zügig voran, durch die wir den bisherigen Standort in Oelber ablösen werden. Die Eröffnung ist noch für 2026 geplant. In der Sutelstraße in Hannover sind in einem attraktiven Neubau drei neue Pflege-Wohngemeinschaften entstanden. Und auch das neue Wohnangebot in der Hildesheimer Nordstadt (Sachsenring) ist inzwischen bezogen. In Folge dieses Neubaus konnten wir mit dem Haus Fliedner ein weiteres altes Gebäude auf dem Campus in Sorsum schließen. Auf dem Campus soll in den nächsten Jahren nach und nach ein neues Wohnquartier entstehen – das wird natürlich viel Zeit und intensive Vorbereitung und Abstimmung mit vielen Beteiligten brauchen. Unsere Tochtergesellschaft ISH übernimmt die Steuerung. Weitere neue Projekte sind in Vorbereitung oder in Umsetzung: eine Tagesförderung in Elze, ein neues Wohnangebot direkt an der Michaeliskirche in Hildesheim (in Verantwortung unserer Tochtergesellschaft Diakonische Wohnheime Himmelsthür ), neue Appartements in Wietze und ein großes neues Wohn- und Beschäftigungsangebot in Syke. Es bewegt sich also weiterhin eine Menge. 

Herausforderungen

Weil die Diakonie Himmelsthür in den letzten Jahren sehr gut gewirtschaftet hat und deshalb ein starkes und stabiles Unternehmen ist, können wir solche Projekte auch unter derzeit sehr anspruchsvollen Rahmenbedingungen weiterhin voranbringen. Aber natürlich belasten auch uns die Steigerung der Baukosten und die hohen Zinsen. Wir müssen unsere Investitionen also sorgsam steuern und dabei Prioritäten setzen. Vor Herausforderungen stehen wir weiterhin bei der Personalgewinnung. Die Sozialbranche ist noch stärker als andere gesellschaftliche Bereiche von der demographischen Entwicklung und dem Mangel an Arbeitskräften betroffen. Auch in der Diakonie Himmeslthür gehen in den nächsten Jahren viele Kolleg:innen in Ruhestand. Wir haben unsere Anstrengungen bei der Personalgewinnung deutlich verstärkt. Unter anderem werden wir in den nächsten Monaten eine eigene Bildungsakademie gründen, mit der wir die Gewinnung und Qualifizierung von Mitarbeitenden noch stärker in den Blick nehmen und vorantreiben wollen. Wir wissen, dass wir die Auswirkungen der demographischen Entwicklung nicht einfach auffangen können, so sehr wir uns auch bemühen. Das bisherige System der Eingliederungshilfe kommt spürbar an seine Grenze und wir müssen über ganze neue Lösungen nachdenken. 

Suche nach Lösungen

Das tun wir zum einen gemeinsam mit dem Land Niedersachsen als dem Leistungsträger der Eingliederungshilfe. Das Land steht unter finanziellem Druck. Das können wir nachvollziehen. Uns ist allerdings wichtig, dass dieser Druck nicht dazu führt, dass die Rechte von Menschen mit Beeinträchtigung eingeschränkt werden oder dass unsere Kolleg:innen für ihre anspruchsvolle Arbeit nicht angemessen vergütet werden. Deshalb besorgt uns die aktuelle Infragestellung des Bundesteilhabegesetzes und die Ablehnung tariflicher Bezahlung in der Eingliederungshilfe. Wir führen aktuell viele Gespräche mit politisch Verantwortlichen, um unsere Positionen deutlich zu machen. Und wir schließen uns mit anderen großen Eingliederungshilfe-Trägern zusammen, um gemeinsam stärker Einfluss nehmen zu können. 

Neue Wege 

Gleichzeitig müssen wir auch unternehmensintern neue Wege einschlagen. Wir arbeiten deshalb zum Beispiel an der Weiterentwicklung von Arbeitszeit- und Dienstplanmodellen. Je anspruchsvoller die Rahmenbedingungen werden, umso wichtiger wird es zukünftig, dass wir unsere Kräfte und Kompetenzen bündeln und enger kooperieren. Uns ist dabei wichtig, Ideen und Lösungen gemeinsam mit den Teams zu entwickeln, weil die Kolleg:innen vor Ort natürlich am besten wissen, was an ihrem Standort weiterhelfen würde. Auch die nächsten Monate werden also interessant werden. Wir gehen trotz komplizierter Rahmenbedingungen zuversichtlich voran, weil wir wissen, dass ganz viele Kolleg:innen im starken Himmelsthür-Verbund mit großem Engagement an guten Lösungen arbeiten. Dafür sind wir ihnen sehr dankbar – genauso wie allen Geschäftspartner:innen und Unterstützer:innen, die unsere Arbeit begleiten, kritisch hinterfragen oder auf andere Weise bereichern und voranbringen.

 Wir schätzen das gute Miteinander und die konstruktive Zusammenarbeit mit Ihnen allen sehr. 

Mit herzlichen Grüßen 

Florian Moitje & Dennis Berger
(Vorstand)

Meilensteine 2025

Eine Gruppe von Menschen in weißen Arbeitskleidung sitzt an Tischen in einem Raum. Einige Personen stehen vorne und applaudieren, während andere zuschauen. Es gibt Pflanzen und dekorative Elemente im Raum. Die Atmosphäre wirkt freundlich und gemeinschaftlich.

Die Gemeinschaftswäscherei Himmelsthür gGmbH wird zur Systempartnerin der Sitex-Gruppe und bleibt als Tochter der Diakonie Himmelsthür bestehen. Mit dem Zusammenschluss ist der inklusive Betrieb langfristig gesichert. 

Eine Gruppe von drei Personen steht in einem Raum. Der Mann in der Mitte hält stolz ein Zertifikat in der Hand, während ein anderer Mann hinter ihm ebenfalls ein Zertifikat hält. Die Frauen an den Seiten lächeln und schauen auf die beiden Männer.

Fotoausstellung der KulTour(en) mit dem Motto "Das Leben wieder lieben lernen." Kundinnen und Kunden fotografieren während einer Rikscha-Fahrt ihren Heimatort Hildesheim. Bei einer gemeinsamen Ausstellung bekommen sie Urkunden und Ehrenamtlichen wird gedankt. 

Ein Gottesdienst in einer Kirche, in dem eine Person in Amtskleidung spricht. Zwei weitere Personen, ein Mann und eine Frau, stehen gegenüber. Die Atmosphäre ist feierlich, und es gibt religiöse Symbole im Hintergrund.

Vorstandswechsel: Nach zehn Jahren verabschiedet sich Ines Trzaska aus dem Vorstand der Diakonie Himmelsthür. Florian Moitje übernimmt den Posten als Vorstandsvorsitzender und Dennis Berger wird neues Vorstandsmitglied.

Eine Gruppe von Menschen, die in pinken T-Shirts gekleidet sind, posiert lächelnd vor einem Stand mit dem Logo der Diakonie. Im Hintergrund sind weitere Personen und Stände auf einer Veranstaltung zu sehen. Die Atmosphäre ist freundlich und festlich.

Kirchentag in Hannover: Wir sind stark vertreten und packen tatkräftig beim Café Pause inklusiv an -  dem Pop-up-Café, das gemeinsam mit Mitarbeitenden und Beschäftigten des Wittekindshof, der Diakoneo und der Johannes-Diakonie Mosbach betrieben wird. Auch mit der Wanderausstellung der Herberge zur Heimat Himmelsthür sind wir vertreten. Das Highlight: ein Besuch vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier beim Kaffeerad von start2work. 

Vier Personen interagieren in einer lebhaften Umgebung, während sie an einer Veranstaltung teilnehmen. Eine Person in einem Rollstuhl lächelt, während andere sie umgeben und mit ihr sprechen. Die Atmosphäre wirkt freundlich und einladend.

Die Hai-Disco (Hatten inklusiv) feiert Inklusion und Teilhabe schon seit mehreren Jahren auf der Tanzfläche. Jetzt findet die Initiative auch als Teil des Wildeshauser Schützenfestes statt und zog viele Besuchende in den Bann. 

Sechs Personen sitzen in einem kreisförmigen Gespräch. Eine Frau spricht ins Mikrofon, während die anderen aufmerksam zuhören. Sie sind auf einer gemütlichen Terrasse mit Liegestühlen und einem Tisch in der Mitte. Ein Blumenstrauß und Taschen sind ebenfalls sichtbar.

Erstmals findet ein Diversity-Brunch in der Diakonie Himmelsthür statt. Das Format erlaubt einen offenen Austausch mit lokalen und regionalen Mitstreitenden in Sachen Teilhabe und Vielfalt. Speakerin bei der Podiumsdiskussion ist die Influencerin Ninia La Grande.

Eine Gruppe von 14 Personen steht vor einem Gebäude mit einem Schild, das "TF Sander Mühle" anzeigt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind vielfältig gekleidet und zeigen verschiedene Emotionen, während sie für das Foto posieren. Es ist ein sonniger Tag.

In Harpstedt eröffnete die neue Tagesförderstätte "An der Mühle" feierlich. Der Startschuss fand mit der Übergabge eines übergroßen Schlüssels von Geschäftsführer Sven Beyer an Helga Weller, Leitung der Tagesförderstätte, statt. In der Tagesförderstätte werden 36 Erwachsene beschäftigt.

Ein bunt geschmücktes Fahrzeug fährt durch eine Straße, umgeben von Menschen, die farbenfrohe T-Shirts tragen. Die Fahrerinnen lächeln und das Fahrzeug ist mit Ballons und Dekorationen verziert. Es scheint eine festliche Atmosphäre zu herrschen.

In Sorsum werden 900 Jahre Ortsbestehen gefeiert. Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeitende unserer Wohn- und Arbeitsangebote auf dem Campus machen mit bunten T-Shirts und Fähnchen beim großen Umzug voller Elan mit. 

Eine Gruppe von Personen steht auf einer Bühne bei einer Veranstaltung. Zwei Männer, einer auf einem Podest, begrüßen die Gäste. Im Hintergrund ist ein Bildschirm mit der Aufschrift „Willkommen zur Einweihungsfeier“. Die Anwesenden applaudieren.

Lang ersehnt: Das neue Verwaltungsgebäude der Diakonie Himmelsthür steht. Am 29. Oktober feiern die Verwaltungsangestellten sowie Mitwirkenden die Einweihung des neuen Gebäudes. 

Vier junge Erwachsene stehen in einem belebten Foyer eines Kinos. Sie tragen gemütliche, farbige Jacken und schauen in die Kamera. Im Hintergrund sind weitere Menschen zu sehen, sowie Kinowandbilder und ein Ticketbereich. Es scheint eine angenehme, gesellige Atmosphäre vorzuliegen.

Der Film LUISA, zum Teil auf dem Campusgelände in Sorsum gefilmt, wird beim Braunschweiger Filmfest erstmals einem größeren Publikum gezeigt.  Einige Bewohnende, die als Kompars:innen eingesetzt wurden, sind zur Premiere geladen und sehen sich zum ersten Mal auf großer Leinwand.

Eine Gruppe von fünf Personen steht an einem Tisch. Eine Person hält eine Tüte mit Gebäck, während zwei andere lächeln und eine Pflanze auf dem Tisch steht. Im Hintergrund sind Türen zu einem Gebäude sichtbar. Die Szenerie wirkt festlich und freundlich.

 Richtfest - mitten im Neubaugebiet von Bockenem entstehen neue Arbeits- und Wohnangebote.