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„Wir wollen die Qualität des Wohnens hochhalten“

Pressesprecherin Ute Quednow, Öffentlichkeitsreferentin Barbara Wündisch-Konz und Regionalgeschäftsführer Jörg Arendt-Uhde (von links) tauschen sich über die Umwandlung des Zentralgeländes in Wildeshausen aus . Foto: Ove Bornholt, Wildeshauser Kreiszeitung (Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung)
Pressesprecherin Ute Quednow, Öffentlichkeitsreferentin Barbara Wündisch-Konz und Regionalgeschäftsführer Jörg Arendt-Uhde (von links) tauschen sich über die Umwandlung des Zentralgeländes in Wildeshausen aus . Foto: Ove Bornholt, Wildeshauser Kreiszeitung (Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung)

„Wir wollen die Qualität des Wohnens hochhalten“

Konversion in Wildeshausen: Neubauten auch auf Zentralgelände geplant

Der Regionalgeschäftsführer der Diakonie Himmelsthür, Jörg Arendt-Uhde, hat der Presse den aktuellen Stand des Konversionsvorhabens vorgestellt und einen Blick in die kommenden vier Jahre geworfen. Der Vertrag mit Aktion Mensch zur Umwandlung der Groß- und Komplexeinrichtung an der Dr.-Klingenberg-Straße, einer ehemaligen Lungenheilklinik, sei bis 2023 verlängert worden, weil Aktion Mensch anerkenne, dass die Konversion im ländlichen Raum schwieriger umzusetzen sei, sagte Arendt-Uhde bei einer Pressekonferenz in der Geschäftsstelle. Vereinbart ist, dass für 240 von ehemals 411 Bewohnern neue und moderne Wohnangebote geschaffen werden. Dafür sucht die Diakonie Himmelsthür seit Jahren Grundstücke und stellt Förderanträge. Den größten Teil der Investitionssumme muss sie jedoch selbst aufbringen.

Geplant sind Neubauten in Harpstedt (24 Menschen, Bezug ca. März 2019), Kirchweyhe (erstes Projekt im Landkreis Diepholz, inklusives Wohnen für 42 Menschen) und in Wildeshausen auf dem Zentralgelände. Dort sollen drei eingeschossige, barrierefreie Häuser am Zuschlagsweg für so genannte „stresssensible“ Menschen entstehen, zum Beispiel für Menschen mit Autismus. Für manche sei es sicherer, dass sie in der gewohnten Umgebung blieben, erläuterte Arendt-Uhde. Auch gesetzliche Betreuer sind darin einig, dass der Standort ruhig und verkehrssicher sei.

Des weiteren sind Umbauten geplant, so bei der ehemaligen Jugendherberge in Hude (30 Menschen mit einer geistigen Behinderung und Suchterkrankung, Inbetriebnahme Mitte 2020, Kooperation mit der Fachklinik Oldenburger Land des Diakonischen Werkes Oldenburg) und bei einem ehemaligen Altenpflegeheim der Hedwig-Stiftung in Goldenstedt für 24 Menschen (Bezug Mitte 2020).

Für weitere 70 Menschen sind laut Aktion-Mensch-Vertrag drei zusätzliche Neubauten umzusetzen. Dafür seien zwei Grundstücke im Landkreis Diepholz im Blick, so Arendt-Uhde. Es sei sehr schwer, passendes Land zu finden, bei dem der Sozialraum auch den Kriterien von Aktion Mensch entspreche. 

Das Haus Herzogin Elisabeth soll als einziges der älteren Häuser bestehen bleiben. Arendt-Uhde kündigte an, 2020 das Haus Cloppenburg abzureißen. Weitere große Häuser würden nach und nach leer stehen und nicht nachgenutzt. Die Verwendung sei offen und man sei offen für Vorschläge seitens der Stadt. Das Gelände an der Dr.-Klingenberg-Straße werde sich deutlich verkleinern, sagte Arendt-Uhde. Aber die Großküche der Cateringgesellschaft Himmelsthür (CGH), die Geschäftsstelle, die Schule für Heilerziehungspflege und Teile der gemeinnützigen Werkstätten (proTeam) sollten bestehen bleiben.

Die Pressesprecherin der Diakonie Himmelsthür aus Hildesheim, Ute Quednow, ordnete das regionale Konversionsvorhaben in den Gesamtkontext ein. Auch in Hildesheim, im Stadtteil Sorsum, sei eine Konversion vollzogen worden. Ebenfalls mit Hilfe von Aktion Mensch wurden für 46 Prozent der erwachsenen Bewohnerinnen und Bewohner neue attraktive Wohnangebote geschaffen. Der Vertrag läuft 2019 aus. In der Stadt sei es wesentlicher leichter, passenden Wohnraum für Menschen mit Assistenzbedarf zu finden, sagte Quednow. So hätten sich auch andere Standorte, die früher geballt Wohnangebote machten, verkleinert und umgewandelt. Heute ist die Diakonie Himmelsthür bereits an 30 Standorten in ganz Niedersachsen zu finden. „Wir verstehen uns als Brückenbauer. Wir machen mit den neuen Wohnhäusern nicht Halt. Inklusion bedeutet auch, gute Kontakte zur Nachbarschaft zu pflegen und sich am Leben in der Gesellschaft zu beteiligen“, sagte Quednow.

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