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Ein neuer Ort für Toleranz und Respekt in Hildesheim

Ulrich Stoebe, Direktor der Diakonie Himmelsthür leitet die Zeremonie ein.
Ulrich Stoebe, Direktor der Diakonie Himmelsthür leitet die Zeremonie ein.

Ein neuer Ort für Toleranz und Respekt in Hildesheim

Euphorie bei Richtfest der Diakonie Himmelsthür am Bischofskamp

Am Bischofskamp wehen die Fahnen der Diakonie Himmelsthür, über den Skeletten zweier großer gemauerter Häuser leuchten bunte Kränze. Ein gutes halbes Jahr ist es her, seit Pastor Ulrich Stoebe hier den ersten Spaten in die Erde stieß und somit symbolisch den Bau in Gang setzte. Damals hatte sich eine kleines Grüppchen im Nieselregen versammelt und die Prozedur schnell hinter sich gebracht. Heute stehen Scharen von Beteiligten, zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Gästen bei Sommerwetter auf dem neu entstandenen Hof, um das Richtfest zu feiern. Ein barrierefreies Wohnhaus für 24 Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf und eine Tagesförderstätte für 30 Menschen entstehen hier, im Frühsommer 2019 sollen sie bezugsfertig sein.

Seit 2009 ist die Diakonie Himmelsthür auf dem Weg der Dezentralisierung, die zügig voran schreitet. In der Nordstadt fühlt man sich pudelwohl, immer mehr Standorte sprießen hier, in Zusammenarbeit mit der Immobilien- und Servicegesellschaft Himmelsthür, aus dem Boden. Auch das Projekt am Bischofskamp, das mit Hilfe der Aktion Mensch realisiert wird, steht unter einem guten Stern, beziehungsweise einer guten Sonne: „Das Wetter ist toll, wie immer bei den vielen Richtfesten, die wir feiern“, leitet Regionalgeschäftsführer Carsten Wirges die Veranstaltung ein.

Der Bau liegt nahezu im Zeitplan, was, wie Ulrich Stoebe, Direktor der Diakonie Himmelsthür, in der anschließenden Rede hervorhebt, heutzutage nicht gerade üblich ist - zumindest bei Projekten dieser Größenordnung. Nur eine Verzögerung habe es gegeben: Auf dem Gelände wurden Kampfmittel aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Die konnten zwar ohne große Komplikationen entfernt werden, trotzdem kostete die Prozedur einige Wochen.

Diese Umstände nimmt Pastor Stoebe zum Anlass, noch ein paar Worte zum Zeitgeschehen zu sagen. Es sei nach wie vor nicht selbstverständlich, dass Menschen in Frieden zusammenleben. „Besonders auch die Stadt Hildesheim hat einen hohen Preis für die Folgen rassistischer und nationalistischer Ideologie zahlen müssen.“ Umso mehr müsse man sich dem entgegenstellen, wenn heute solche Töne wieder lauter werden. Es sei das erklärte Ziel, mit Projekten wie diesem ein friedliches Zusammenleben von Menschen mit individuellen Unterschieden zu ermöglichen. Das neue Wohn- und Beschäftigungsangebot solle ein Ort werden, an dem Toleranz und Respekt regierten.

Ortsbürgermeister Ekkehard Domning schlägt in dieselbe Kerbe: „Alle Menschen in der Nordstadt sind in diesem Gedanken verbunden“, sagt Domnig und leitet dann über zum traditionellen Teil der Zeremonie: Während Regionalgeschäftsführer Carsten Wirges mit den Projektleiterinnen Astrid Bauseneik und Beate Gronau den Schlussstein einsetzt und den letzten Nagel ins Dachgerüst schlägt, tragen Polier und Vorarbeiter der beteiligten Baufirmen die Reime und Segenssprüche vor, die traditionell ein Richtfest begleiten. „Für jeden Schlag, der jetzt fehl geht, muss dem Volk einer ausgegeben werden“, heißt es da. Kein Wunder also, dass man sich als letzten Nagel den Längsten ausgesucht hat, der zu finden war. 

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31139 Hildesheim
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