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Ein Stück Normalität in bunter Nachbarschaft in Hameln

Stefanie Jaep und Michael Hülsebusch vor den Reihenhäusern im Englischen Viertel.
Stefanie Jaep und Michael Hülsebusch vor den Reihenhäusern im Englischen Viertel.

Ein Stück Normalität in bunter Nachbarschaft in Hameln

Diakonie Himmelsthür schafft neues Wohnangebot im Englischen Viertel

Einfach ganz normal wohnen und leben, in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus - für Menschen mit geistiger oder psychischer Behinderung ist das häufig noch nicht selbstverständlich. In Hameln geht die Diakonie Himmelsthür nun mit einem neuen, modernen Wohnkonzept einen weiteren Schritt in Richtung Inklusion.

Ganz in der Nähe des Stadtzentrums eröffnet noch in diesem Sommer das Wohnangebot im Englischen Viertel. Wo ehemals britische Soldaten lebten, hat die Diakonie Himmelsthür zehn Reihenhäuser gekauft, in die bald kleine Wohngemeinschaften einziehen sollen. „Wir rechnen damit, dass die Häuser Ende August bis Mitte September bezogen werden können”, berichtet Michael Hülsebusch, Fachbereichsleiter bei der Diakonie Himmelsthür.

Insgesamt sollen 20 Menschen in den Häusern ein neues Zuhause finden. Das Angebot richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene mit leichtem Assistenzbedarf. Neben Menschen mit Behinderung sollen in den kleinen Reihenhäusern auch Jugendliche einziehen, die nicht mehr bei ihren Eltern leben können oder ohne ihre Familie nach Deutschland geflüchtet sind. Diese Kombination von Jugend- und Eingliederungshilfe biete einen großen Vorteil, erklärt Hülsebusch. „Manche Jugendliche benötigen, auch wenn sie volljährig sind, noch Unterstützung. Wenn dann die Hilfeart geändert wird, können sie in einem vertrauten Umfeld bleiben.”

Noch sind die Häuser im Haydnweg und im Schwindweg noch ziemlich leer. Nur die Einbauküchen stehen schon in den unteren Etagen bereit. Nach vier Jahren Leerstand wurden die Häuser saniert und verschönert. Mit einem frischen Anstrich warten sie nun auf die Möbel, die von einer Innenarchitektin zusammengestellt wurden. „Wir wollten einen modernen Stil, der junge Leute anspricht”, erklärt Wohnbereichsleiterin Stefanie Jaep. „Aber natürlich können auch eigene Möbel mitgebracht werden.”

In den Wohngemeinschaften mit höchstens drei Bewohnerinnen und Bewohnern bleibe viel Raum für Individualität und Selbstständigkeit, sagt Hülsebusch. „Man muss sich nicht mit fünf oder sechs anderen Leuten arrangieren. Aber man muss sich auch selbst darum kümmern, dass die Wäsche gewaschen und der Kühlschrank voll ist.” Unterstützung gibt es dabei von Mitarbeitenden der Diakonie Himmelsthür.

Eines der Reihenhäuser ist als Treffpunkt und Büro reserviert und dient als Anlaufstelle bei Fragen und Schwierigkeiten. Darüber hinaus werden die neuen Bewohnerinnen und Bewohner von einer bunten Nachbarschaft umgeben sein. „Hier gibt es Familien mit Kindern, ältere Menschen und verschiedene Nationalitäten”, beschreibt Jaep. Das sei die besondere Stärke des neuen Wohnangebots: „Es ist einfach Normalität.”

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Impressum
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31139 Hildesheim
Tel.: 05121 604-0

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BIC BFSWDE33HAN

Link zum Diakonischen Werk der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

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