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St. Martin mit Rollstuhl statt Pferd in Sorsum

Pastor Frank Hüsemann eröffnete den Martinsmarkt mit einem Gottesdienst.
Pastor Frank Hüsemann eröffnete den Martinsmarkt mit einem Gottesdienst.

St. Martin mit Rollstuhl statt Pferd in Sorsum

Traditioneller Martinsmarkt der Diakonie Himmelsthür mit vielen Geschenkideen und einer guten Nachricht

Vorweihnachtliche Stimmung bei der Diakonie Himmelsthür: Bereits zum 31. Mal fand am Samstag der traditionelle Martinsmarkt statt. Beim Stöbern nach ersten Weihnachtsgeschenken oder Adventsdekorationen für das eigene Zuhause wurden die Besucher hier schnell fündig.

Neben dem Sommerfest ist der Martinsmarkt eine der größten Veranstaltungen der Diakonie Himmelsthür und lockt alljährlich rund 500 Besucherinnen und Besucher auf das Gelände in Sorsum. Auch in diesem Jahr zogen die winterlichen Temperaturen und der verheißungsvolle Duft von Selbstgebackenem zahlreiche Gäste in die Ernst-Kipker-Sporthalle, wo sie ein buntes Angebot an handgefertigten Kunstwerken und liebevoll gestalteten Kleinigkeiten erwartete.

Farbenfrohe Kissenbezüge, gehäkelte und gestrickte Kuscheltierchen, holzgeschnitzte Kerzenhalter, Adventskränze, Weihnachtsbäume und regionales Biogemüse stellten nur einen kleinen Teil aus dem Sortiment der über 30 Aussteller dar.

Unter anderem waren die Tagesförderstätten, das proTeam, der Freundeverein der Diakonie Himmelsthür, der Hospizverein „Geborgen bis zuletzt” und die Fahrradwerkstatt „Lichtblick” mit Ständen vertreten und versorgten die Besucher mit Informationen über ihre Aktivitäten. Das Atelier der Wilderers lud zum Malen kleiner Kunstwerke ein. Besonders beliebt war der Stand des Gymnasiums Andreanum: Hier verkauften die Schülerinnen und Schüler selbstgebackene Waffeln.

Der Auftakt des Martinsmarktes fand im Festzelt gegenüber der Sporthalle statt. Nach dem gemeinsamen Gottesdienst freute sich die stellvertretende Regionalgeschäftsführerin Dietlinde Richter, einen weiteren Grund zum Feiern bekannt zu geben: So konnte einen Tag zuvor der Neubau in der Hildesheimer Nordstadt eröffnet werden. Ab sofort steht am Bischofskamp ein barrierefreies Wohnhaus für 24 Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf sowie eine Tagesförderstätte für 30 Menschen zur Verfügung.

Neben den vielen Ständen erwartete die Besucherinnen und Besucher des Marktes ein buntes Rahmenprogramm: So sorgte der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Sorsum im Festzelt für Stimmung, die Stelzenläufer von Hochkant beeindruckten die Gäste mit ihren fantasievollen Kostümen, und der Schmied Laxander ließ sich bei seiner Arbeit über die Schulter schauen. Besonders freute sich Dietlinde Richter über den Auftritt von St. Martin: „Die Rolle unseres St. Martins wird immer einem Menschen mit Unterstützungsbedarf zuteil”, erklärte Richter.

Da dieser im Rollstuhl sitzt, war er dieses Mal nicht zu Pferd, sondern wurde mit dem Fahrrad durch die Besuchermengen gefahren. „Das ist auch sehr klimaschonend”, scherzte Dietlinde Richter. Seinen roten Umhang teilte St. Martin zwar nicht mit den Besucherinnen und Besuchern; dafür aber gern eine Menge Süßigkeiten.

Für langjährige und ehemalige Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch für viele Menschen aus Hildesheim hat der Martinsmarkt der Diakonie Himmelsthür bereits Tradition. So war er auch in diesem Jahr wieder eine vertraute und fröhliche Veranstaltung, die sich bereits fest am zweiten Samstag im November etabliert hat.

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