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Traditionsbruch auf Weihnachtsmarkt in Wildeshausen

Im Kostüm der Weihnachtsfrau steckte Janina Kramer, die in den Tagesförderstätten arbeitet. Sie hatte Spaß mit den Bewohnern und Gästen, und ihr war nicht kalt. Foto: Barbara Wündisch-Konz
Im Kostüm der Weihnachtsfrau steckte Janina Kramer, die in den Tagesförderstätten arbeitet. Sie hatte Spaß mit den Bewohnern und Gästen, und ihr war nicht kalt. Foto: Barbara Wündisch-Konz

Traditionsbruch auf Weihnachtsmarkt in Wildeshausen

Weihnachtsfrau brachte Geschenke zu mehreren hundert Gästen

Es ist das Besondere an dem eintägigen Weihnachtsmarkt der Diakonie Himmelsthür, dass er so klein und fein ist. „Aber man hat alles da“, sagte eine Besucherin. Vieles hat Tradition, wie der Termin am Samstag vor dem 1. Advent, und wurde auch in diesem Jahr wieder sehr gut angenommen: Holzbuden mit Geschenkideen, das Stockbrotbacken am offenen Feuer, der Stand der Werkstätten (neu: proTeam Himmelsthür) mit Adventskränzen, Gestecken und Christbaumschmuck und natürlich viele Leckereien wie Waffeln, Hotdogs, Pommes frites und Kartoffelpuffer. Mehrere hundert Gäste, Angehörige und Mitarbeitende genossen bei trockenem Wetter das Bummeln über den Markt. Nach der Eröffnung durch Regionalgeschäftsführer Jörg Arendt-Uhde spielten „Die Prager“ aus Harpstedt auf ihren Blasinstrumenten weihnachtliche und swingende Melodien. Auch die lebensgroße Krippe im Freien war wieder ein Hingucker. Für viele Bewohner ist der Markt vor der eigenen Haustür ein echtes Highligt.

In der Cafeteria konnte man sich bei Kaffee und Kuchen aufwärmen. Dort trafen sich viele Angehörige der Bewohnerinnen und Bewohner und auch ehemalige Mitarbeitende. Mitten am Nachmittag war es so voll, dass keine Parkplätze mehr frei waren. Von 17 Ständen waren 8 an externe Anbieter vergeben worden, und die Standbetreiberinnen waren sehr zufrieden mit dem Umsatz. "Das spornt uns an, im nächsten Jahr möchten wir wieder dabei sein", sagten zwei Hamburgerinnen.

Die Organisatorin des Marktes, Helga Weller, Bereichsleiterin der Tagesförderstätten, sagte: „Wir hatten einen sehr guten Besuch und viele helfende Hände, allen voran wie immer die Mitarbeitenden der Tagesförderstätten, und auch die jungen Menschen im Freiwilligen Sozialen Jahr und im Bundesfreiwilligendienst. Es halfen auch Schülerinnen der Heilerziehungspflege und ehemalige Freiwilligendienstler sowie Mitarbeitende aus der Verwaltung.“

In einem Punkt allerdings brach dieser Himmelsthür-Weihnachtsmarkt mit der Tradition: Die Schokolade und andere Geschenke aus dem großen Jutesack überbrachte diesmal nicht ein Weihnachtsmann, sondern eine Weihnachtsfrau, im roten Kostüm und zünftig mit Bart. Sie kam sehr gut bei den Besuchern an und wurde oft um ein Foto gebeten.

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