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TREFF-Punkt Wietze vor fünf Jahren eröffnet

TREFF-Punkt Wietze vor fünf Jahren eröffnet

Begegnungen außerhalb der eigenen vier Wände

Im TREFF-Punkt in Wietze ging es am vergangenen Samstag bayerisch zu. Die Diakonie Himmelsthür feierte das fünfjährige Jubiläum der Tagesförderstätte für Menschen mit Behinderung mit einem kleinen Oktoberfest. Schon draußen lockte die blau-weiße Dekoration Gäste an. Drinnen hatten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Dirndl und Lederhosen mottogerecht herausgeputzt.

Britta-Kathleen Streich, Leiterin der Tagesförderstätte, nahm die Besucherinnen und Besucher persönlich in Empfang. Zur Feier des fünfjährigen Bestehens stellte sich der TREFF-Punkt bei einem Tag der offenen Tür mit einem Markt der Möglichkeiten vor. An verschiedenen Ständen konnten Beschäftigte und Besucherinnen und Besucher Aktivitäten aus dem Alltag der Tagesförderung ausprobieren. In einem Raum testeten Christiane Bartel und Frank Junge beispielsweise die Kornmühlen von Klaus Kistner aus. Kistner ist Vorsitzender des Vereins Arbeit und Begegnung und hat den Tag der offenen Tür mit einem eigenen Angebot unterstützt. Mit dem selbst gemahlenen Mehl konnten die Gäste ihre eigene Backmischung für Kekse herstellen.

Vor fast genau fünf Jahren, am 4. Oktober 2013, feierte der TREFF-Punkt in der Nienburger Straße seine Eröffnung. Mit der zweiten Tagesförderstätte in Wietze sollte allen Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses Wietze ein Beschäftigungsort außerhalb ihrer Wohngruppe geboten werden. „Aus Mangel an geeigneten Räumlichkeiten musste die Tagesförderung damals teilweise in den Wohngruppen stattfinden“, erinnert sich Britta-Kathleen Streich. „Dann haben wir dieses Gebäude entdeckt und angemietet.“

Vor der Eröffnung musste aber noch so einiges getan werden. Neue Fußböden, Tapeten, ein Pflegebad und eine Küche mit Theke machten aus der ehemaligen Senioreneinrichtung eine moderne Tagesförderstätte mit Garten und Snoezelraum. Seit der Eröffnung wird das Haus von etwa 20 Menschen mit geistiger Behinderung genutzt. „Am Anfang mussten wir erst einmal herausfinden, welche sinnstiftende Tätigkeit jede einzelne Person ausüben kann und was ihr Spaß macht“, berichtet Leiterin Streich. So habe sich das Angebot seit der Eröffnung immer weiter entwickelt. „Unsere Besonderheit ist die Vielzahl an inklusiven Angeboten“, erklärt Streich. „Wir suchen gezielt Begegnungen außerhalb unserer vier Wände.“

Dazu gehören nicht nur Einkäufe beim nahen Bäcker, Schlachter und in den Supermärkten. Regelmäßig macht sich eine Gruppe aus dem TREFF-Punkt auf in die benachbarten Alten- und Pflegeheime oder in die Kita Kükennest. Dann wird gemeinsam erzählt und gesungen. Beim regelmäßigen Besuch des Nachbarschaftstreffens in der Kirchengemeinde wird gemeinsam Kuchen gegessen, gesungen, gerätselt und gelacht.

Außerdem gibt es eine Kooperation mit der örtlichen Bücherei. Dort können Beschäftigte beim Sortieren, Stempeln und Abheften helfen. Gemeinsam mit dem Verein Arbeit und Begegnung aus Walsrode besuchen sie außerdem regelmäßig Arbeitsorte in der Umgebung. „So konnten wir beispielsweise auf dem Schäferhof Neuenkirchen Wege ebnen, Schafe füttern oder die Heide entkusseln“, also junges Gehölz entfernen, erzählt Streich.

Besonders stolz ist sie auf die Zusammenarbeit mit dem Verein Assistenzhunde Deutschland. Der Verein sammelt Plastikdeckel von Getränkeflaschen, um sie an Recyclingunternehmen zu verkaufen. Von dem Erlös können weitere Assistenzhunde ausgebildet werden. Die Beschäftigten im TREFF-Punkt sammeln und sortieren Plastikdeckel von Spendern aus dem gesamten Ort und bringen sie persönlich zum Container des Vereins. „Man sieht bei unseren Beschäftigten wirklich Stolz und Freude über diese Arbeit“, beschreibt Streich.

Natürlich standen auch beim Markt der Möglichkeiten am vergangenen Samstag Plastikdeckel zum Sortieren bereit. Susanne Nullmeier zeigte, wie es geht. Sie hilft sonst auch besonders gerne in der Küche des TREFF-Punktes.

Dort war auch am Tag der offenen Tür eine Menge zu tun. Neben den Beschäftigten und ihren Angehörigen sind auch einige Bewohnernnen und Bewohner des Alten- und Pflegeheims Wahl und Bode zu Besuch gekommen. Gegeneinladungen zum Herbst- bzw. Oktoberfest gibt es bereits.

Aktuelles:
Impressum
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Diakonie Himmelsthür e.V.

Stadtweg 100
31139 Hildesheim
Tel.: 05121 604-0

Spendenkonto

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IBAN DE93 2512 0510 0004 4111 00
BIC BFSWDE33HAN

Link zum Diakonischen Werk der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

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