TF Nienburg

Das innere FarbReich nach außen gebracht Kunstausstellung in Nienburg

Das Bild zeigt einen gildierten Kruzifix mit Jesus Christus, der am Kreuz hängt, umgeben von vier standhaften Figuren. Darunter hängen mehrere bunte Gemälde an der Wand, die abstrakte Formen und Farben darstellen.
Werke von Mayleen Bödecker, Jessica Paulmann und Verena Nordhausen (v.l.n.r.) wirken im Kirchenraum.
Zwei Personen stehen in einem Raum. Eine Person spricht und hält ein Blatt Papier in der Hand, während die andere Person aufmerksam zuhört. Im Hintergrund sind bunte Bilder und eine Sitzgelegenheit sichtbar. Der Raum hat einen warmen, einladenden Charakter.
Kirchenvorstand Michael Duensing und Kunsttherapeutin Franziska Frey begrüßen die Gäste bei der Vernissage.
Zwei Bilder hängen an der Wand. Links ist ein Werk mit sanften rosa und roten Farbtupfern auf einem braunen Hintergrund. Rechts zeigt ein Bild mit kräftigem Grün und dynamischen Pinselstrichen in Weiß und Rosa. Beide Werke wirken abstrakt und lebhaft.
Werke von Daniel Miller und Verena Nordhausen (v.l.n.r.)

Nienburg/Weser. 15 Kunstwerke können derzeit in der Kirche St. Martin in der Nienburger Innenstadt zu den üblichen Öffnungszeiten bestaunt werden. Anfang April wurde die Ausstellung mit einer Vernissage eröffnet. Michael Duensing vom Kirchenvorstand begrüßte die anwesenden Gäste und Künstler:innen und freute sich darüber, wieder einmal eine Ausstellung in der Kirche zu Gast zu haben. 

Anschließend stellte die angehende Kunsttherapeutin Franziska Frey die Werke vor. Sie zitierte den Künstler Joseph Beuys mit den Worten: „Jeder Mensch besitzt eine schöpferische Kraft.“ Diese Kraft gehöre ihrer Meinung nach zum Menschsein dazu und sei an den entstandenen Werken deutlich abzulesen. Verschiedene Materialien wie zum Beispiel Aquarell, Acryl oder Pastellkreiden seien dabei zum Einsatz gekommen.

Eine Besonderheit zeichnet die Werke zusätzlich aus. Denn alle Künstler:innen leben mit einer Beeinträchtigung. Deswegen werden sie bei ihrer Arbeit von Kunsttherapeutin Frey unterstützt. Ihr ist dabei wichtig, der Selbstbestimmung im Moment des Gestaltens gleichsam freie Hand zu lassen. 

Jeden Dienstagnachmittag verwandelt sich die Tagesförderstätte der Diakonie Himmelsthür in der Langen Straße zu diesem Zweck in ein Atelier, und die Künstler:innen beginnen wieder zu arbeiten. Dann werden die Bilder, die die Menschen schon in sich tragen, auf die Leinwand gebracht und so für alle anderen sichtbar.

Interessierte sind noch bis zum 17. Mai herzlich eingeladen, diese vielfältigen Bildwelten in der Ausstellung zu entdecken.