Hildesheim. Vor der Festrede des diesjährigen Freundesmahls der Freunde der Diakonie Himmelsthür stand zunächst der andere Ehrengast des Abends im Mittelpunkt: der humanoide Pflegeroboter Maatje, den der Freundeverein mit den Einnahmen des Freundesmahls finanziert hatte. Der Name bedeutet auf Niederländisch Kumpel. Er ist nur gut 30 cm groß und der erste in der Diakonie Himmelsthür, der Menschen mit Beeinträchtigung im Hildesheimer Ostend zukünftig unterstützen soll. Er kann beispielsweise an die Einnahme von Medikamenten erinnern, über die Uhrzeit oder den Wochentag Orientierung geben, und er animiert Menschen durch eigene Bewegungen dazu, es ihm nachzutun. „Wir wollen mit Maatje Erfahrungen sammeln und erhoffen uns von ihm auch eine gewisse Entlastung“, hob Fachbereichsleitung Hendrik Hodur bei der Vorstellung hervor.
Jutta Rübke vom Vorstand des Freundevereins führte durch den Abend und stellte den Gastredner des Abends vor, Sebastian Lechner. Der CDU-Fraktionsvorsitzende im Niedersächsischen Landtag war kurzfristig für Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) eingesprungen, den wichtige Termine von der Teilnahme abgehalten hatten. Lechner berichtete in seiner Rede von einem Besuch bei der Diakonie Himmelsthür, der ihm eindrücklich gezeigt habe, dass man gute Sozialgesetze und auch mögliches Sparpotenzial am besten mit den Beteiligten vor Ort vorbereiten und prüfen sollte. Er habe von dem Besuch mitgenommen: „Der Mensch sollte sich nicht an Strukturen anpassen müssen, sondern die Strukturen müssen sich an den Menschen orientieren.“
Als Dank für seinen Vortrag bekam er im Anschluss die Hildesheimer Rose überreicht – als Gemälde. Ina-Maria Meyer von der Künstlergruppe Wilderers der proTeam Himmelsthür gGmbH, einer Tochtergesellschaft der Diakonie Himmelsthür, hatte das Kunstwerk gestaltet und ließ es sich nicht nehmen, es ihm persönlich zu überreichen.
Nach einer kurzen Podiumsdiskussion und einem Tischgebet vom Vorstandsvorsitzenden der Diakonie Himmelsthür, Florian Moitje, konnten sich die Gäste das Freundesmahl schmecken lassen. Mit einem umfangreichen und abwechslungsreichen Vorspeisenteller, einem von drei Auswahl-Hauptgerichten und verschiedenen Nachtisch-Variationen blieb kein Verköstigungswunsch offen. Umrahmt wurde der festliche Abend wieder vom Bläserkreis St. Michael unter der Leitung von Björn Ackermann.



