Neue Tagesförderstätte „An der Mühle“ feierlich eröffnetIn Harpstedt gibt es nun ein eigenes TF-Angebot

Eine Gruppe von 14 Personen steht vor einem Gebäude mit einem Schild, das "TFs Andermühle" zeigt. Die Menschen lächeln und tragen verschiedene Sommerkleidungen. Im Hintergrund sind ein Treppenaufgang und ein blauer Himmel sichtbar.
Das Mitarbeitenden-Team der neuen Tagesförderstätte Harpstedt
Eine lächelnde Frau in einem gemusterten Kleid hält einen blauen Gegenstand in der Hand. Ein Mann im Anzug spricht zu ihr und hält ein Mikrofon. Die Szene spielt sich im Freien vor einem Gebäude mit einer Treppe und bewachsenen Bereichen ab.
Symbolische Schlüsselübergabe an Helga Weller, Leitung der Tagesförderstätte, durch Geschäftsführung Sven Beyer

Harpstedt. Mitte August wurde die neue Tagesförderstätte „An der Mühle“ der Diakonie Himmelsthür in Harpstedt feierlich eröffnet. Das Angebot hält für Menschen mit Assistenzbedarf eine moderne Tagesstruktur vor, vielfältige Bildungs- und Beschäftigungsangebote sowie Unterstützung bei der Entwicklung persönlicher Perspektiven. Zahlreiche Gäste aus Politik, Handwerk, Feuerwehr und weiteren Bereichen nahmen an der Eröffnungsfeier bei strahlendem Sonnenschein teil.

Die Tagesförderstätte „An der Mühle“ ist für die Diakonie Himmelsthür die erste ihrer Art im nördlichen Niedersachsen, die eigenständig und unabhängig von einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) betrieben wird. Auf über 500 Quadratmetern bietet das Haus sechs Gruppenräume mit jeweils eigener Küchenzeile, multifunktionale Ruhebereiche sowie einen barrierefreien Sanitärbereich mit Duschen und Pflegeliege. Insgesamt können 36 erwachsene Menschen mit körperlichen, geistigen oder Mehrfachbehinderungen hier betreut und gefördert werden. Die moderne Ausstattung ist speziell auf die Bedürfnisse der Nutzer:innen abgestimmt und schafft optimale Bedingungen für deren persönliche Entfaltung.

Nachhaltigkeit spielt bei dem Neubau eine zentrale Rolle: Wiederverwendete Baustoffe, eine Photovoltaikanlage sowie eine Wärmepumpe mit Fußbodenheizung sorgen für einen energie-effizienten Betrieb ganz ohne fossile Brennstoffe. Die zentrale Lage in Harpstedt ermöglicht den Nutzer:innen eine aktive Teilhabe am sozialen Leben, da Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, Kirche und weitere Einrichtungen fußläufig erreichbar sind. Leiterin Helga Weller blickt optimistisch in die Zukunft und plant unter anderem Kooperationen im Ort, beispielsweise mit einem Verkaufsstand auf dem Harpstedter Wochenmarkt.

Das Gebäude der ehemaligen Post wurde vor etwa zwei Jahren von der Diakonie Himmelsthür übernommen. Nach umfangreichen Kernsanierungsarbeiten und der Errichtung eines Anbaus konnte die Tagesförderstätte nun eröffnet werden. Das Investitionsvolumen beträgt rund 1,8 Millionen Euro, gefördert unter anderem durch Aktion Mensch.