Wir feiern die Vielfältigkeit und den Sommer

Fünf Männer stehen unter einem Zelt und lächeln in die Kamera. Einer hält ein Backblech mit gegrilltem Essen, während ein anderer ein Kochutensil in der Hand hält. Alle tragen dunkle T-Shirts und zeigen stolz ihre Zubereitung.
Das Team der Hausmeister backt köstlich duftende Fladen und hat Spaß dabei: (von links) Ralf Oldenburg, Johannes Zeisler, Rüdiger Henkel, Volker Milkoweit-Kleiner und Tobias Wackenhut.
Eine Person trägt ein auffälliges rotes Drachenkostüm, während eine andere Person in fantasievoller Kleidung daneben steht. Beide sind Teil einer Feier im Freien, umgeben von Besuchern und grüner Natur im Hintergrund.
Der Maskenwalk schlängelt sich über das Festgelände.
Eine Gruppe von Menschen, darunter viele im Rollstuhl, versammelt sich im Freien. Sie stehen auf einem gepflasterten Weg und applaudieren. Bunte Wimpel hängen über dem Platz, der von Bäumen umgeben ist, und im Hintergrund sind Zelte und Stühle zu sehen.
Die ersten Besucher:innen haben ihre Plätze eingenommen für den Eröffnungsgottesdienst.

Hildesheim. „Wir feiern die Vielfältigkeit und den Sommer“, so beschreibt Dietlinde Richter, Leiterin des Projektbüros Hildesheim der Diakonie Himmelsthür, das Motto des diesjährigen Quartiersfestes auf dem Sorsumer Campus. Und was das bedeutet, greift Pastor Carsten Möllering gleich zur Eröffnung des Festes beim Gottesdienst auf: Er hat ein paar Bälle mitgebracht, die unterschiedlich groß sind, mal fest, mal weich oder auch nicht mehr ganz rund – verschieden eben, aber spielen kann man mit allen.

„Was für eine schöne, friedvolle Stimmung“, freut sich Carsten Wirges, Regionalgeschäftsführer der Region Hildesheim. Er erläutert, warum aus dem traditionellen Sommerfest dieses Jahr ein Quartiersfest geworden ist: In den vergangenen Jahren sind viele Kund:innen der Diakonie Himmelsthür in Häuser in Hildesheim oder anderen Orten im Landkreis umgezogen. In den kommenden Jahren werden noch weitere 80 Menschen in die Stadt umziehen. Rund 210 Frauen und Männer leben zurzeit noch auf dem Sorsumer Campus. Das Fest soll vor allem für sie, ihre Familien und die Sorsumer Nachbarschaft sein, soll den Ort noch mehr einbeziehen und Gelegenheiten für Begegnungen schaffen. „Wir wollen die Menschen, die auf dem Campus bleiben, noch mehr im Sorsumer Quartier verwurzeln“, erklärt Dietlinde Richter.

Die Kund:innen, die in anderen Stadtteilen leben, werden sich ebenfalls zunehmend bei Veranstaltungen und Feiern in ihren Quartieren beteiligen. Wer von ihnen trotzdem in Sorsum mitfeiern will, ist aber selbstverständlich willkommen.

Rund 50 Helfer:innen sind dort an diesem Freitagnachmittag im Einsatz, um das Fest zu einem Erfolg zu machen, erzählt Organisatorin Isabelle Hübner. Da sind zum Beispiel die Sorsumer Junggesellen mit ihrem Getränkestand, die Malteser bieten Fahrten mit der Fahrradrikscha an, Erzieherinnen der Kindertagesstätte St. Antonius lassen die Besucherinnen Schleuderbilder machen, und das Team der Hausmeister backt duftende Fladen – nur eine von vielen angebotenen Leckereien.

Auf Wiese und Wegen sind Menschengruppen zu Fuß oder mit dem Rollstuhl unterwegs, viele suchen sich bei sommerlicher Wärme ein schattiges Plätzchen oder kühlen sich mit einem Eis ab. Dazwischen tauchen die fantastischen Stelzenläufer von Hochkant auf, und ein Zug von bunt Maskierten schlängelt sich über das Gelände. Die Masken sind in einer inklusiven Gruppe im „Treffer“ in der Hildesheimer Nordstadt in Zusammenarbeit mit dem Theaterpädagogischen Zentrum (TPZ) entstanden.

Damit die Kinder keins der Mitmach-Angebote verpassen, hat das TPZ sich eine Schatzkarte ausgedacht: Wer überall geschaut, gespielt und gemalt hat, wird mit einer Überraschung belohnt. DJ Tim Bellgardt untermalt die fröhliche Atmosphäre des Nachmittags mit der passenden Musik.